Zeckenschutz

Da ich kein Fan von Chemie auf oder im Hundekörper bin (ihr findet eine Stückchen weiter unten auch eine Studie zum Einfluss der chemischen Mittel auf unsere Gewässer), verwende ich seit Jahren als Zeckenschutz ein selbstgemischtes Öl. Diese Ölmischung trage ich im Frühling vor jedem Wald- und Wiesenspaziergang auf die Fellspitzen meiner Hunde auf. Dazu werden je nach Größes des Hundes zwei bis vier Tropfen Öl zwischen den Handflächen verrieben und dann locker, vorallem auf Kopf und Halsbereich des Hundes, durch Streichbewegungen über das Fell verteilt. Achtung nicht in die Augen oder auf die Nase des Hundes bringen!
Diese Ölmischung ist völlig unschädlich und kann auch zum Schutz vor Zecken und Gelsen auf die Haut des Menschen aufgetragen werden.

Natürlich ist auch dieses Mittel kein 100 % iger Schutz, aber den gibt es auch bei den chemischen Mitteln nicht!
Einfach auch nach jedem Spaziergang das Fell des Hundes immer gründlich durchsehen!


Hier das Rezept zum selber machen, ihr könnt aber auch die fertige Ölmischung bei mir bestellen,
ein Fläschen mit 20 ml Inhalt kostet € 8,-


20 ml Jojoba- oder Kokosöl
4 Tropfen Lavendelöl
4 Tropfen Nelkenöl
4 Tropfen Teebaumöl 

 

Studie: Antiparasitika in Fließgewässern:

Zecken, Flöhe, Milben, Haarlinge sind allesamt unliebsame Gäste unserer Haustiere. Manche sind nur unangenehm, andere übertragen ernsthafte Erkrankungen. Kein Wunder, dass wir sie bekämpfen. Meistens mit chemischen Kampfstoffen. Eine aktuelle englische Studie untersuchte Fließgewässer auf Rückstände von Wirkstoffen dieser Pestizide (Fipronil, die Fipronil-Verbindungen Fibronil-Sulfon bzw. FibronilSulfid und den Wirkstoff Imidacloprid). Imidacloprid ist enthalten in Antiparasitika wie Advantage und Serestro, Fipronil unter anderem in Frontline, AniForte, Vetevo, Effipro, Milbizid.

Insgesamt 3861 Proben aus 20 verschiedenen Flüssen wurden auf Rückstände untersucht, die auf die Verwendung der Stoffe in Ektoparasitika für Haustiere zurückgeführt werden konnten. Die Kontamination der Proben mit den Antiparasitika lag bei 65,9 Prozent (Imidacloprid), Fipronil-Sulfon 96,5 Prozent, Fipronil-Sulfat 68,7 Prozent und 98,6 Prozent (Fipronil). Dabei lag die Kontamination mit Fipronil 5,3-fach, die von Fipronil-Sulfon 38,1-fach über dem für Wasserorganismen toxischen Bereich. Auch die Konzentration von Imidacloprid überstieg bei 30 Prozent der Proben den toxischen Wert.

Vor allem Fipronil und Derivate gelten damit als hochtoxisch für Ökosysteme in Gewässern. Die Entnahmeorte besonders kontaminierter Proben lassen darauf schließen, dass die Stoffe vorwiegend über Haushaltsabwässer in die Flüsse geraten. „Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Umweltschädlichkeit durch HaustierAntiparasitika neu bewertet werden muss“, schreiben die Autoren der Studie.

Quelle: R. Perkins, M. Whitehead, W.Civil, D. Goulson: Potential role of veterinary flea products in widespread pesticide contamination of English rivers (Science of The Total Environment 755 (1), Februar 2021)

https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0048969720370911 (paywall)

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